Kostüm- und Maskenbild
Das «fromme» Pariser Volk und die «unangepassten» Fremden sind sich in Der Glöckner von Notre Dame alles andere als wohlgesonnen. Diesen Gegensatz hat Irina Hofer in ihrem Kostümbild deutlich umgesetzt. «Beim Pariser Volk bewegen wir uns in einer eindimensionalen Farbwelt, die Nüchternheit und Uniformität widerspiegeln, wohingegen die bunten Gewänder und der Detailreichtum der Geflüchteten, rund um Esmeralda, die Lebensfreude in die Stadt bringt», erklärt sie. «Die Kostüme der Vertreter von Kirche und Armee wiederum repräsentieren Macht, Reichtum und Gewalt». Quasimodo, um den sich niemand schert, trägt ärmliche, abgenutzte Kleidung. Umso faszinierter ist er von Esmeralda in ihrem nonkonformistischen Look, der sein Herz im Nu zufliegt. Ihr Kostüm in vibrierenden Farben feiert die weibliche Form. Eine durchs Band durchdachte Kombination von Farben, Materialien und Schnitten, die die Dynamiken innerhalb der Geschichte auf faszinierende Weise herausarbeitet.
Die Arbeit im hauseigenen Kostümatelier beginnt im April. Kostümbildnerin, Atelierleiterin, Gewandmeisterinnen und Schneiderinnen arbeiten Hand in Hand. Zudem wird das Team durch Lernende des IDM Thun unterstützt.
Auch das Maskenbild nimmt im April Form an – Maskenbildnerin Olivia Sieber und ihr Team knüpfen und frisieren in Thun rund 60 Perücken und fertigen Gesichtsmasken, Bärte und weitere Haararbeiten.